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Murdoch steigt bei Premiere ein

Bereits seit Monaten wurde der Bezahlsender als Übernahmekandidat gehandelt. Zuletzt gab es Spekulationen um einen Einstieg der Franzosen. Nun ist das Geheimnis gelüftet.

 Medienmogul Rupert Murdoch

Der Bezahlsender Premiere hat den Medienmogul Rupert Murdoch als neuen Großaktionär gewonnen. Ein mit Murdochs News Corp. verbundenes Unternehmen kaufte den Anteil von 14,58 Prozent vom Kabelnetzbetreiber Unitymedia. Der Kaufpreis betrug 17,50 Euro je Aktie, so dass insgesamt 287 Millionen Euro in bar gezahlt wurden, wie Unitymedia am Montag in Köln mitteilte.

Murdoch sieht großes Potenzial für das deutsche Bezahlfernsehen. Der Zeitpunkt für den Einstieg bei premiere seit jetzt ideal, sagte er. Premiere wollte sich zur Änderung der Aktionärsstruktur nicht äußern.

Aktie steigt um bis zu 25 Prozent
“Das ist eine gute Nachricht für die Aktie”, kommentierte ein Händler die Transaktion. Dadurch werde der Weg frei für weitere Anteilskäufe. Tatsächlich schoss die Aktie des Unternehmens um bis zu 25 Prozent in die Höhe.”Das sieht nach einer Übernahme aus”, sagte der Händler.

Übernahmespekulationen hatten die Premiere-Papiere in den vergangenen Monaten immer wieder bewegt. Unitymedia-Chef Parm Sandhu zeigte sich mit dem Verkauf zufrieden und sprach von einem hervorragenden Verkaufserlös Die Unitymedia NRW GmbH hatte den Anspruch auf den wirtschaftlichen Erlös aus den 16,4 Millionen Aktien der Premiere AG im Februar 2007 von arena Sport Rechte und Marketing GmbH erworben.Das Bundeskartellamt hatte der Zusammenarbeit aber nur zähneknirschend zugestimmt und verfügt, dass Unitymedia seinen Premiere-Anteil spätestens bis zum Ablauf der Vereinbarung Mitte 2009 wieder verkaufen müsse.

Wer das Internet missbraucht, darf keine Gnade erwarten: dieses klare Signal senden zwei aktuelle Urteile aus den USA und Australien aus. So hat ein US-Gericht einen Spammer aus Florida zu einer rekordverdächtigen Entschädigungszahlung von umgerechnet EUR 9,2 Milliarden (!) verurteilt. Nur auf den ersten Blick besser erwischt haben es zwei Domain-Betrüger in Australien, die umgerechnet “nur” EUR 1,43 Mio. an Schadensersatz bezahlen müssen.

Der im US-Bundesstaat Iowa ansässige Internet-Provider CIS Internet Services hatte den Spammer James McCalla aus Florida auf Schadensersatz verklagt, nachdem dieser geschätzte 280 Millionen eMails mit Werbung für Kredite und Schuldentilgung unter Verwendung der Domain cis.net versandt hatte. Am Tag vor Weihnachten sprach der District Court for the Southern District of Iowa unter Vorsitz von Richter Wolle sein Urteil: McCalla wurde verurteilt, US$ 11,2 Milliarden an Schadensersatz an CIS zu bezahlen; ferner wurde ihm für die Dauer von drei Jahren jeglicher Zugang zum Internet verboten. Die Entscheidung stellt den Höhepunkt einer von CIS angestrengten Klagewelle gegen zahlreiche Spamversender dar; so waren bereits 2004 weitere Unternehmen, darunter Cash Link Systems aus Florida und AMP Dollar Savings Inc. aus Arizona, zu insgesamt mehr als einer Milliarde US-Dollar Schadensersatz verurteilt worden. Bei CIS ist man sich bewusst, dass mit einer Zahlung nicht zu rechnen ist; weit wichtiger ist aber die abschreckende Wirkung, die vom Urteil ausgeht. Da der Versand von Spam in den USA bisher nicht strafbar ist, haben sich die unkomplizierten und erstaunlich effektiven Werbebotschaften zu einer wahren Plage entwickelt; doch auch das Urteil dürfte kaum mehr als ein Tropfen auf den heissen Stein bedeuten.

Im Zusammenhang mit einer Cyberattacke gegen die britische Domain-Verwaltung Nominet hat der Federal Court in Perth ebenfalls ein drastisches Urteil gesprochen: Brad Norrish und Chesley Rafferty wurden von Richter Robert French zu einer Schadensersatzzahlung von umgerechnet EUR 1,43 Millionen verurteilt; knapp die Hälfte entfällt dabei auf den Ersatz von Rechtsanwaltsgebühren. Norrish und Rafferty hatten im Januar 2003 aus einer Nominet-Datenbank Adressen von 2,2 Millionen Kunden gestohlen und in über 50.000 Fällen diesen täuschend echt aussehende Zahlungsaufforderungen verschickt; bei Nichtzahlung drohten die beiden mit dem Verlust der Domain, eine Masche, der man auch hierzulande immer wieder begegnet. Doch auch hier besteht wenig Hoffnung auf Zahlung: so hat Chesley Rafferty bereits im Oktober 2004 Insolvenz anmelden müssen.

Aus gegebenem Anlass hier nochmals unser Hinweis: Zumindest für alle über deutsche Registrare angemeldeten Domains gilt nach wie vor, dass Schreiben, die nicht vom Domain-Registrar Ihrer Wahl stammen, getrost in den Müll geworfen werden können, da sich der Registrierungsvertrag ohne ausdrückliche Kündigung in der Regel automatisch verlängert.
Na da kann ich nur eins sagen “Frohe Weihnachten”

Auf dem Flur des Gerichts in der türkischen Touristenhochburg Antalya fließen am Freitag Tränen der Erleichterung. Der Vater von Marco und das deutsch-türkische Verteidigerteam fallen sich in die Arme, denn auch für die türkischen Richter ist nach acht Monaten Untersuchungshaft des jugendlichen Angeklagten die Schmerzgrenze erreicht. Weil der Prozess sich noch über Monate hinziehen wird, ordnen sie ein Ende der Haft an. Mehr noch: Zehn Tage vor Weihnachten darf Marco nach Hause fliegen. Erst in dreieinhalb Monaten soll das Verfahren fortgesetzt werden.

«Von mir werden sie nichts hören außer: Wir sind glücklich», sagt Marcos Vater. Er will sich mit Hinweis auf die Fortsetzung des Verfahrens nicht zu Details der Verhandlung äußern. «Ich bin selber halber Jurist», sagt er. Die Anwälte beraten sich kurz und wollen dann vor die Presse treten. Doch der Andrang ist schnell so groß, dass sie vom Vorplatz des Gerichts aus erst den Rückzug in das Gebäude antreten. Nach fast fluchtartigen Szenen brausen sie dann in einem Auto davon.

Charlottes Anwalt kündigt Rechtsmittel an

Enttäuscht ist der Anwalt des mutmaßlichen Opfers Charlotte, Ömer Aycan. Er hat Rechtsmittel gegen die Freilassung angekündigt. Auch deswegen rechnet am Freitag in Antalya niemand damit, dass Marco länger als unbedingt nötig in der Türkei bleiben sollte. Das Verfahren, das zuletzt auch die deutsch-türkischen Beziehungen politisch immer mehr belastete, soll nun mit weniger Emotionen und ohne den Druck internationaler Kritik fortgesetzt werden.

Am Donnerstag und Freitag hatte sich noch der aus der Türkei stammende SPD-Europaabgeordnete und Touristikunternehmer Vural Öger in den Fall eingeschaltet. Er tauchte im Gericht auf und führte dort Gespräche. Überraschend hatte er Marco in der Haft besucht und dann einem Journalisten gesagt, Marco habe rote Wangen und etwas an Gewicht zugelegt. Der Junge habe mit einem Gefängniswärter in türkischer Sprache gesprochen. Die deutschen Anwälte waren verärgert über diese Erklärung.

Einfluss auf deutsch-türkische Beziehungen

Tourismusexperten, Öger vorneweg, hatten die Türkei vor den Folgen einer fortdauernden Untersuchungshaft für Marco gewarnt. Schließlich rechne das Land in der kommenden Saison wieder mit mehreren Millionen Touristen aus Deutschland. So hoffen viele an der türkischen Mittelmeerküste, dass im neuen Jahr mit der Frühlingsonne auch wieder unbeschwerte Heiterkeit in die deutsch-türkischen Beziehungen einkehrt. Die tragische Zuspitzung des verunglückten Urlaubsflirts von Marco und Charlotte aus den Osterferien 2007 möge dann möglichst vergessen sein.

Denn was genau passierte, am 11. April dieses Jahres im Badeort Side, ist auch am Freitag weiter unklar. Marco sagte aus, die 13- jährige Britin Charlotte habe sich als 15-jährig ausgegeben und mit ihm geflirtet. Dabei sei es in ihrem Hotelzimmer auch zu Zärtlichkeiten gekommen. Charlotte hingegen wirft dem Schüler sexuelle Belästigung vor; ihre Mutter erstattete umgehend Anzeige, und Marco wurde noch an der Rezeption seines Hotels festgenommen und ins Gefängnis gesteckt.

Quelle: Textteile aus N24

Lotto-Jackpot klettert auf 30 Millionen Euro!

Stuttgart (RPO). Der Lotto-Jackpot ist auf dem zweithöchsten Stand aller Zeiten: Nachdem der Topf bei der Samstagsziehung wieder nicht geknackt wurde, stieg er auf rund 30 Millionen Euro.

Bei der vergangenen Samstagsziehung hatte bundesweit kein Spielteilnehmer die sechs richtigen Gewinnzahlen 13, 14, 39, 42, 45 und 49 mit der passenden Superzahl 4 auf seinem Spielschein verzeichnet, , wie die Staatliche Toto Lotto GmbH Baden-Württemberg am Montag in Stuttgart mitteilte.

Seit dem 24. Oktober ist die Gewinnklasse 1 bundesweit nun in zehn aufeinander folgenden Ziehungen nicht mehr besetzt gewesen. Am Samstag hatten zwar zwei Lottospieler aus Berlin und Mecklenburg-Vorpommern die sechs Richtigen korrekt vorausgesagt, zum ganz großen Glück fehlte ihnen jedoch die passende Superzahl. Immerhin erhalten die Gewinner für ihren Sechser jeweils rund 1,98 Millionen Euro.

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